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Berufsfeuerwehrmann/-frau nach IHK
Die Ausbildung Berufsfeuerwehrmann/-frau nach IHK dauert insgesamt drei Jahre und ist in zwei Abschnitte unterteilt. Sie beginnt mit einer handwerklichen Kompaktausbildung und wird mit einer feuerwehrtechnischen und rettungsdienstlichen Ausbildung fortgeführt. In den ersten eineinhalb Jahren Ihrer Ausbildung erlernen Sie handwerkliche Fertigkeiten in den Bereichen Metall- und Elektrotechnik, Holzverarbeitung, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Darüber hinaus erwerben Sie Kenntnisse in der Arbeitsorganisation, erlernen die Erstellung und Anwendung technischer Unterlagen sowie die Nutzung von Kommunikations- und Informationssystemen. In den darauffolgenden eineinhalb Jahren schließen sich die feuerwehrtechnische und die rettungsdienstliche Ausbildung an. Neben den rechtlichen Grundlagen vermitteln wir Ihnen Fertigkeiten und Kenntnisse in Brandbekämpfungs- und Rettungstechniken sowie in der Feuerwehreinsatzlehre (z. B. bei Gefahrguteinsätzen und technischen Hilfeleistungen).
Die Ausbildung wird mit einer IHK-Prüfung abgeschlossen.
Berufsfeuerwehrmann/-frau nach Laufbahn
Gehobener Dienst
Neben den sogenannten Aufsteigerinnen und Aufsteigern aus dem mittleren Dienst finden sich im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst zumeist Ingenieure bzw. Ingenieurinnen oder Naturwissenschaftler bzw. Naturwissenschaftlerinnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Laufbahngruppe bilden das „mittlere Management“ der Feuerwehr und nehmen Leitungs- und Führungsaufgaben wahr. Neben den Tätigkeiten als Wach- oder Bereichsleitung sind sie vor allem in den unterschiedlichen Fachabteilungen eingesetzt und leisten dort wichtige Arbeit, um den komplexen und anspruchsvollen Feuerwehrbetrieb aufrechtzuerhalten. Häufig versehen die Kolleginnen und Kollegen der gehobenen Laufbahn einen kombinierten Dienst; im normalen Tagesdienst arbeiten sie in ihren jeweiligen Fachgebieten, zusätzlich werden sie als Führungsdienst bei mittelgroßen Einsatzlagen eingesetzt. Die Kombination aus administrativer und operativer Tätigkeit bietet somit ständige Abwechslung im Arbeitsalltag.
Höherer Dienst
Im höheren feuerwehrtechnischen Dienst sind in der Regel Absolventinnen und Absolventen von technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulen zu finden. Sie bilden zusammen das „obere Management“ der Berufsfeuerwehr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im höheren feuerwehrtechnischen Dienst sind häufig als Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter sowie als Leiterinnen und Leiter von Feuerwehren tätig. Beamtinnen und Beamte des höheren Dienstes sind jedoch nicht ausschließlich bei Berufsfeuerwehren tätig. Sie können auch in anderen Bereichen der öffentlichen Gefahrenabwehr, wie z. B. als Führungskraft in Ministerien, eingesetzt werden.
Ihre Aufgabe bei der Berufsfeuerwehr ist primär die Leitung der Fachabteilungen mit den damit einhergehenden Tätigkeiten im Bereich der Personalführung. Zusätzlich übernehmen sie Führungsaufgaben im Leitungsstab sowie in Gremien oder Ausschüssen zur Förderung des bundesweiten Feuerwehrwesens. Neben diesen rein administrativen Tätigkeiten werden die Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes als Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter bei komplexen und großflächigen Einsatzlagen tätig und koordinieren die Einsatzmaßnahmen vor Ort.
