Feuerwehrplan

Feuerwehr Frankfurt - Vorbeugender Brandschutz

Feuerwehrpläne sind Führungsmittel und dienen der Einsatzvorbereitung, der raschen Orientierung im Gebäude und der Beurteilung der Gefahrenlage. In komplexen Gebäuden sind sie aus Sicht der Feuerwehr für einen sicheren und zielführenden Einsatzablauf nahezu unverzichtbar.

Gemäß § 45 Abs. 3 des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (HBKG) können Eigentümerinnen und Eigentümer, Besitzerinnen und Besitzer sowie sonstige Nutzungsberechtigte baulicher Anlagen, die besonders brand- oder explosionsgefährdet sind, oder durch die im Falle eines Brandes, einer Explosion oder eines sonstigen gefahrbringenden Ereignisses eine größere Anzahl von Menschen oder Tieren, die natürlichen Lebensgrundlagen oder erhebliche Sachwerte gefährdet werden können, verpflichtet werden, auf eigene Kosten betriebliche Alarmpläne und Gefahrenabwehrpläne aufzustellen und fortzuschreiben.
Ob für eine bauliche Anlage Feuerwehrpläne erforderlich sind, richtet sich nach deren Lage, Art und Nutzung. Die Branddirektion Frankfurt am Main kann im Zuge ihrer Beteiligung als verantwortliche Brandschutzdienststelle im Baugenehmigungsverfahren die Anfertigung von Feuerwehrplänen fordern.

Feuerwehrpläne müssen genaue Angaben über Besonderheiten und Risiken auf dem Gelände und im Gebäude enthalten. Des Weiteren müssen die Pläne stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Daher hat der Betreiber der baulichen Anlage den Plan gemäß DIN 14095 mindestens alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person überprüfen zu lassen.

Bei der Ausgestaltung von Feuerwehrplänen für bauliche Anlagen im Stadtgebiet Frankfurt am Main sind die DIN 14095 „Feuerwehrpläne für bauliche Anlagen“ und die DIN 14034-6 „Graphische Symbole für das Feuerwehrwesen – Bauliche Einrichtungen“ maßgebend.
Eine weitgehend einheitliche Darstellung der Pläne erleichtert den unter Umständen nicht objektkundigen Einsatzkräften im konkreten Schadenfall die Orientierung, erhöht deren Sicherheit, beschleunigt den Einsatzablauf und kann im Einzelfall sogar die Folgekosten der Schadenlage reduzieren. Daher können Pläne in von der Norm abweichender Darstellung durch die Sachbearbeiter der Abteilung 37.G21 – Operativer Vorbeugender Brandschutz – nicht genehmigt werden.

Bei Fragen zur konkreten Ausgestaltung der Pläne oder beispielsweise zum bevorzugten Format können Sie sich gerne an den/die für die Liegenschaft zuständige Sachbearbeiter/in wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Diese Beratung ist jedoch kostenpflichtig.


Links:

Merkblatt zur Erstellung von Feuerwehrplänen

Formular Kostenübernahme Beratung

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