Bauberatung

Feuerwehr Frankfurt - Vorbeugender Brandschutz

Sofern es sich bei dem betroffenen Objekt um einen Sonderbau gemäß § 2 Absatz 8 der Hessischen Bauordnung (HBO) handelt, beraten wir Sie in den entsprechenden Bau- und Planungsphasen.

Eine Beratung im Regelbau wird durch die Branddirektion Frankfurt am Main grundsätzlich nicht angeboten.
Wie weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei unserem Leistungsangebot um eine gutachterliche Tätigkeit handelt und nicht um eine Baudetailberatung im technischen Sinne.

Dies bedeutet, dass wir die von Ihnen bis zum Zeitpunkt der Beratung durchgeführte Planung auf Plausibilität und auf Kompatibilität zu den Belangen des vorbeugenden und des abwehrenden Brandschutzes hin prüfen. Darüber hinaus können Ideen und Vorschläge zu bislang ungelösten Problempunkten erarbeitet werden, z. B. zur Ausgestaltung der Flucht- und Rettungswege oder der Entrauchung.

Eine Beratung zur konkreten Ausführung technischer Details und Einzelkomponenten kann seitens der Branddirektion nicht erfolgen. Hierzu verweisen wir auf die jeweiligen gewerblichen Fachplaner (z. B. Fachplaner für Brandschutz, Technische Gebäudeausrüstung, Brandmeldeanlagen, etc).
Die Zuständigkeiten unserer Sachbearbeiter/innen können Sie unter Ansprechpartner einsehen.

Gründe für ein frühzeitiges Beratungsgespräch

Ein frühzeitig geführtes Beratungsgespräch trägt wesentlich zur Planungssicherheit bei. Sowohl Planer als auch Bauherren erhalten eine Aussage darüber, ob die Planung den Anforderungen aus brandschutztechnischer Sicht genügt – hier insbesondere des abwehrenden Brandschutzes.

Eine Aussage seitens der Branddirektion steht jedoch immer unter dem Vorbehalt der Entscheidung der Bauaufsicht . Aus diesem Grund sollen erste gemeinsame Beratungsgespräche frühzeitig bei der Bauaufsicht terminiert werden.

Ist die Planung aus brandschutztechnischer Sicht zunächst nicht genehmigungsfähig, so steht für eine Anpassung der Planung und die Erarbeitung von Sonderlösungen noch ausreichend Zeit zur Verfügung. Je weiter die Planung bereits fortgeschritten ist, desto komplizierter und spezieller können die eventuell erforderlichen brandschutztechnischen Sonderlösungen werden. Dies kann zu Verzögerungen und nicht zuletzt zu unnötigen Mehrkosten führen.

In diesen Beratungen werden oftmals technische Ausführungsdetails (z. B. Festlegung von Einspeisestellen für Feuerlöschanlagen) behandelt. Insgesamt orientieren sich unsere Sachbearbeiter bei der Durchführung von Beratungen und bei der Prüfung von Brandschutzkonzepten an den Vorgaben der vfdb-Richtlinie 01/01 „Brandschutzkonzept“, dem Hessischen Bauvorlagenerlass und an der vfdb-Richtlinie 01/01-S1 „Beteiligung der Brandschutzdienststelle bei der Prüfung des Brandschutznachweises“. Beide Dokumente können Sie über die Homepage der VdS downloaden.

Gespräche finden im Regelfall in den Räumlichkeiten der Bauaufsicht statt und sind seitens der Branddirektion Frankfurt am Main kostenpflichtig.

Erforderliche Unterlagen

In einem bereits eröffneten Baugenehmigungsverfahren erfolgt jegliche Kommunikation grundsätzlich über die Bauaufsicht. Erst nach Erteilung des Bescheids kann die Branddirektion Frankfurt am Main auf dieser Grundlage wieder beratend tätig werden.
Nähere Information erhalten Sie in unserem FAQ Baugenehmigungsverfahren.

Es ist sinnvoll, dass folgende Punkte im Vorfeld einer Beratung bereits geklärt sind:

  • baurechtliche Einstufung (Gebäudeklasse und Art des Sonderbaus)
  • geplante Abweichungen/ Erleichterungen/ bzw. Gleichwertigkeit nach § 3. Abs 3 HBO
  • Kompensationsvorschläge

Darüber hinaus sollten folgende Unterlagen vorliegen:

  • ein (evtl. noch skizzenhafter) Vorentwurf des Bauvorhabens
  • der amtliche Lageplan
  • Skizzen oder Bildmaterial der Umgebung
  • der bereits unterschriebene Auftrag für die Abrechnung der Beratungsleistungen

Gerade bei größeren oder komplexen Objekten ist es zweckdienlich, dem zuständigen Mitarbeiter der Branddirektion eine Einarbeitung in das geplante Bauvorhaben zu ermöglichen. Hierfür sollten folgende Unterlagen mindestens 2 Wochen vor dem vereinbarten Beratungstermin der Branddirektion Frankfurt am Main Abteilung G2 zugesendet werden:

  • Vollständiger Plansatz (Grundrisse, Schnitte, Ansichten) im geeigneten Maßstab (vorzugsweise 1:100 und möglichst nicht größer als DIN A1)
  • Entwurf des Brandschutzkonzeptes
  • der bereits unterschriebene Auftrag für die Kostenübernahme der Beratungsleistungen

Mindestanforderung an Brandschutzkonzepte in der Vorplanung

Im Brandschutzkonzept wurden je nach Planungsfortschritt gegebenenfalls noch nicht alle Aspekte der vfdb-Richtlinie 01/01 berücksichtigt. Dennoch hat auch ein Entwurf eines Brandschutzkonzeptes folgende Mindestanforderungen zu erfüllen:

  • baurechtliche Einstufung (Gebäudeklasse und Art des Sonderbaus)
  • die zeichnerischen Grundlagen sollen bekannt sein (Planstand)
  • Übersicht der Abweichungen / Erleichterungen/ bzw. Gleichwertigkeit nach § 3. Abs 3 HBO und der entsprechendenVorschriften
  • Begründung / Kompensation
  • Zusammenfassung / Resümee
  • Datum, Version, Unterschrift

Dokumentation der Besprechungsinhalte

Der um Beratung ersuchende Planer kann das geführte Beratungsgespräch schriftlich festhalten. Das Protokoll ist der Branddirektion Frankfurt am Main unaufgefordert binnen 2 Wochen nach dem Beratungsgespräch zuzusenden, wenn der Planer eine schriftliche Bestätigung seiner Gesprächsnotiz wünscht. Später eingereichte Protokolle können aufgrund der verstrichenen Zeitspanne unter Umständen nicht mehr vollständig nachvollzogen und daher auch nicht berücksichtigt und quittiert werden.

Das Gesprächsprotokoll ersetzt keine Stellungnahme. Die inhaltlichen Aussagen stehen immer unter dem Vorbehalt der Entscheidungdurch die Bauaufsicht.

Vermerke und Notizen, welche von den Antragstellern vorgelegt werden, können von der Branddirektion Frankfurt am Main nur dann gewürdigt werden, wenn diese im Vorfeld nachweislich mit der Branddirektion Frankfurt am Main abgestimmt wurden. Protokolle ohne Unterschrift bleiben daher unberücksichtigt.

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