|
Sonntag, den 28.02.2010
|
Presseinformation der Feuerwehr Frankfurt am Main
Einsätze durch Sturm
Frankfurt
Ein Sturmtief sorgte seit dem Mittag im gesamten Stadtgebiet für zahlreiche Einsätze. Dabei wurden drei Personen verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro - eine genaue Höhe lässt sich derzeit noch nicht beziffern.
Schäden entstanden vor allem durch umstürzende Bäume, die PKW oder Gebäude beschädigten. Aber auch lose Dachteile, beschädigte Gerüste, umgestürzte Ampelanlagen und Kleidercontainer beschäftigten die Berufsfeuerwehr, die 28 Freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk sowie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Bis 19 Uhr wurden die ca. 380 Einsatzkräfte zu über 600 Einsätzen alarmiert. So stürzten 500 Meter der Dachkonstruktion einer Häuserzeile in der Ludwig-Landmann-Straße auf die benachbarte Strecke der U-Bahnlinie 6.
Am Airrail Center des Flughafens wurden durch den Sturm Teile der Glaskuppel beschädigt, weshalb hier der Verkehr eingestellt wurde.
In der Ostparkstraße stürzte ein Baum auf einen PKW und begrub dabei eine Person unter sich. Während ein Notarzt die Versorgung übernahm, schnitten Feuerwehrkräfte die Person frei. Ein Rettungswagen brachte sie ins Krankenhaus.
Jeweils ein Mensch wurde verletzt, als im Stadtteil Gallus Teile einer Antennenanlage und in Bockenheim Metallteile von einem Dach herabstürzten.
Auch an zwei Kulturdenkmäler waren betroffen: So riss eine Böe an der Alten Oper Teile der am Gerüst befestigten Werbung ab und am Dom stürzten Dachschindeln ab.
Betroffen war das gesamte Stadtgebiet. Durch umgestürzte Bäume und abgestürzte Dächer kam es im gesamten öffentlichen Nahverkehr, auf allen Autobahnen sowie im innerstädtischen Verkehr zu erheblichen Behinderungen. So musste die A 3 in Höhe des Flughafens in beide Richtungen gesperrt werden, nachdem dort eine größere Plakatwand auf die Fahrbahn zu stürzen drohte.
Reinhard Ries, Direktor der Branddirektion, lobt die Arbeit der Einsatzkräfte: "Alle Einsatzkräfte haben großes Engagement und Umsichtigkeit bei der schnellen Bewältigung der Einsatzlagen bewiesen. So konnten Gefahren für die Frankfurter Bevölkerung schnell verhindert oder behoben werden."
Hans-Jürgen Kohnert
Pressestelle
Zurück zum Seitenbeginn
|