Mittwoch, 05 Juni 2013 17:30

Hilfskräfte aus Frankfurt auf dem Weg nach Niedersachsen

Update 16.06.2013, 14:00 Uhr

Mittlerweile sind die Einsatzkräfte aus Frankfurt und Offenbach wieder alle zurückgekehrt. Gegen 23:45 Uhr trafen am Samstag, den 15. Juni die letzten Fahrzeuge in Frankfurt ein. Die Pegel an der Elbe sinken weiter, der Katastrophenalarm in der dortigen Region wurde aufgehoben. Dennoch ist die Arbeit für die Menschen in Gartow noch lange nicht zu Ende. Die Aufräumarbeiten in Gartow und der dortigen benachbarten Gegend werden noch einige Tage andauern ... 


Update 14.06.2013, 11:00 Uhr

Das Wasser geht langsam zurück! Die durchgeführten Maßnahmen der letzten Tage haben erfolg gezeigt. Mit warten und zuschauen wie das Wasser langsam wieder in seinen Bachlauf zurückgeht war jedoch nicht zu denken. Zahlreiche Helfer haben rund um die Uhr geschuftet und die aufgestellten Hochwasserschutzsysteme bewacht, kontrolliert und gesichert. Durch den aufgweichten Untergrund drohten Bäume umzustürzen und die Systeme zu beschädigen. Über eine Drehleiter und Hubarbeitsbühnen konnten die für den Deich gefährlichen Äste und Bäume geschnitten oder gefällt werden. Die Kläranlage der Samtgemeinde Gartow hält ebenfalls ihren betrieb aufrecht.

Für Bereiche in denen das Wasser langsam zurückgeht, laufen bereits die Abbau- und Aufräumarbeiten. Auch die Logistik die Materialien wieder allesamt zurück nach Frankfurt zu bringen laufen planerisch im Hintergrund. Am 12. und 13. Juni wurden nochmals die Kräfte aus Frankfurt abgelöst. Derzeit sieht es so aus, als wenn eine weitere Ablösung nicht mehr erforderlich sein wird und die Einheiten am Sonntag zurück nach Frankfurt fahren können.


Update 11.06.2013, 15:00 Uhr

Derzeit liegt der Schwerpunkt der Frankfurter Einsatzkräfte sowie deren unterstellten EInheiten die Deiche zu stabilisieren und zu schützen. Wesentlich auch die Kontrolle des aufgestellten Hochwasserschutzsystems. 39 Kräfte aus Frankfurt sind aktuell vor Ort. Am vergangenen Wochenende wurden die seit 6. Juni im Schadengebiet eingesetzten Kräfte abgelöst. In Frankfurt laufen die Planungen für den Austausch der Kräfte für den 12. und 13. Juni.

Die Pegelstände in Gartow sind derezit Konstant. Dennoch werden weitere Pegelerhöhungen erwartet. In den letzten 24 Stunden drohten mehrere Bäume umzustürzen und das Hochwassersystem zu zerstören. Mit über 100 Kräften bestehend aus Fachberatern, der örtlichen Forstbehörde und der Bundeswehr konnte diese Situation entschärft werden.

Im Überflutungsbereich hinter den errichteten Hochwasserschutzsystemen befindet sich die Kläranlage der gemeinde Gartow. Trotz vorangegangener Eindeichungsmaßnahmen trat Wasser in die Elektroversorgung der Kläranlage ein, was eine Abschaltung der Energieversorgung notwendig machte. Mit Notstromaggregaten, die über den Wasserweg mit mehrern Booten von THW und DLRG transportiert wurden, konnte die Kläranlage wieder mit Strom versorgt werden. Anschließend konnte auch der Deich ertüchtigt und eintretendes Wasser abgepumpt werden.


Update 10.06.2013, 13:00 Uhr

Dramatische Rettungsaktion in Gartow - Vietze wurde aufgegeben.

Auf Grund der prognostizierten Pegel, wurde am 09.06.2013 die Situation neu beurteilt. Es wurde befürchtet, dass die Wassermassen die Deiche umgehen und Gartow überfluten. Durch die örtliche Einsatzleitung in Gartow erhielt die Feuerwehr Frankfurt den Auftrag, mit ihrem bereits in Stellung gebrachten Hochwasserschutzsystem einen Stellungswechsel vorzunehmen. Entlang der Straße nach Gorleben musste innerhalb kürzester Zeit ein 2,5 km lange Verteidigungslinie errichtet werden. An vielen Stellen strömte das Wasser bereits über die Straße. An diesen kritischen Punkten wurde mit dem Hochwasserschutzsystem von Bad Homburg, Niestetal und der Infraserv gearbeitet. An den übrigen Stellen wurde mit Sandsäcken gearbeitet. Zur Unterstützung der Kräfte aus Frankfurt waren ca. 600 Kräfte von Bundeswehr, weiteren Feuerwehren und THW im Einsatz. Anschließend musste der Deich, von welchem das Hochwasserschutzsystem verlegt wurde, mit Sandsäcken erhöht werden. Hierfür wurde die ganze Nacht durchgearbeitet. Momentan sind die Kräfte in Ruhe und die Maßnahmen beschränken sich auf kleinere Sicherungsarbeiten sowie der Deichkontrolle.

Der Ort Vietze musste aufgegeben werden. Die Wasser überlief die Verteidigungslinie heute nacht gegen 2 Uhr. 


Update 08.06.2013, 10:00 Uhr

In Gorleben wurde durch die Feuerwehr auf einer Länge von etwa 80 Metern eine Lücke in einem Damm geschlossen. Hierzu wurden mit dem Radlader etwa 200 Kubikmeter Erdreich bewegt und Folie ausgelegt.

Im Bereich Gartow wurde auf eine Länge von 1600 Metern ein mobiles Hochwasserschutzsystem mit Hilfe von Kräften der Bundeswehr errichtet.

In Vietze wurde durch Abräumen von Erdmaterial und Anheben des Dammes um einen halben Meter, auf einer Länge von 300 Metern Damm mit schweren Gerät ertüchtigt und hergerstellt. Darüber hinaus wurde die Erstellung von etwa 400 Metern Sandsackdamm mit einer Höhe von einem halben Meter durchgeführt. Hier wurden die Einheiten aus Frankfurt und Offenbach von einer Kreisfeuerwehrbereitschaft mit knapp 200 Einsatzräften unterstützt.

Aus dem Gartower See wurden durch Kräfte des THW und der DLRG mit Boot mehrere im Wasser treibende hilflose Rehe sicher zum Ufer verbracht.

Im ganzen Zeitraum werden durch die mitgeführten Transportfahrzeuge umfangreiche Logistikaufgaben übernommen.


Update 07.06.2013, 10:00 Uhr

Rund 125 Kräfte mit 36 Fahrzeugen aus Frankfurt und Offenbach haben sich am frühen Morgen des 6. Juni auf den Weg in den Niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg gemacht.

Mit im Gepäck waren etwa 1500 Meter eines mobilen Hochwasserschutzsystems, Sandsackfüllmaschinen, tausende von Sandsäcken und die für das Personal notwendige Verpflegungs- und Ruhemöglichkeiten.

Nach rund neun Stunden Fahrt trafen die Einheiten bestehend aus Kräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr Frankfurt am Main, der Werkfeuerwehr Infraserv, der Feuerwehr Offenbach, des Technischen Hilfswerks Frankfurt sowie der Hilfsorganisationen ASB, DLRG, DRK und JUH an ihrem Unterkunftsplatz ein und konnten diesen beziehen.

Durch einen Vorauserkunder konnte die Lage im Schadengebiet bereits vor Eintreffen der Fahrzeugkolonne gesichtet und die Einsatzmöglichkeit der mitgeführten Einsatzmittel geprüft werden.

Die Aufgabe wird für die Kräfte aus Frankfurt und Offenbach darin bestehen, mit dem mobilen Hochwasserschutzsystem, welches von den Kommunen Niestetal und Bad Homburg sowie der Werkfeuerwehr Infraserv zur Verfügung gestellt wurde, die Ortschaft Gartow, vor den am Sonntag erwarteten Wassermassen der Elbe zu sichern und zu schützen.

Weiterhin wird die Feuerwehr Frankfurt in einen Einsatzabschnitt im benachbarten Gorleben eingesetzt, um dort mit schwerem Gerät bei einer Deichschließung zu unterstützen.

Des Weiteren wird eine Abschnittsführungsstelle, bestehend aus mobilen Einsatzleitcontainern der Feuerwehr Frankfurt, zur eigenen Kräftekoordinierung aufgebaut und betrieben.


Update 06.06.2013, 09:00 Uhr

Nachdem sich die Kräfte am frühen Morgen im BKRZ am Marbachweg gesammelt hatten und letzte Vorbereitungen getroffen wurden, setzte sich gegen 05:00 Uhr die Fahrzeugkolonne der Hilfskräfte aus Frankfurt und Offenbach in Bewegung in Richtung Niedersachsen.


Meldung 05.06.2013, 17:30 Uhr

Für die weiterhin angespannte Hochwasserlage in Niedersachsen wurden weitere Kräfteanforderungen nach Hessen gesandt. Nachdem sich nun die Hochwasserlage am Main entspannt hat, wurden in diesem Zusammenhang nun auch Hilfskräfte aus Frankfurt über das Hessische Innenministerium nach Niedersachsen angefordert.

22 Fahrzeuge und rund 100 Kräfte der Feuerwehr Frankfurt am Main werden zusammen mit Kräften der Feuerwehr Offenbach, des Technischen Hilfswerks und weiteren Einheiten der Frankfurter Hilfsorganisationen am frühen Donnerstagmorgen gegen fünf Uhr in den zugeteilten Einsatzabschnitt nach Lüchow-Dannenberg aufbrechen.

Die Feuerwehr Frankfurt wird unter der Leitung des Direktors der Branddirektion in Frankfurt am Main, Professor Reinhard Ries, mit Material für rund 1000 Meter eines Hochwasserschutzsystems aufbrechen, um die Kräfte vor Ort zu unterstützen.

Weitere Berichte folgen an dieser Stelle

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