Donnerstag, 10 September 2020 12:49

Warum der #Warntag2020 in Frankfurt so leise war / Sirenen für die Industrieparks haben funktioniert

(aw) Um 11 Uhr heulten alle Sirenen rund um den Industriepark Höchst und Allessa in Fechenheim. Mitarbeiter waren an den Standorten und meldeten: Alles funktioniert einwandfrei. Zu hören waren die Sirenen in den westlichen Stadtteilen und mit guten Ohren und entsprechender Windrichtung auch zum Teil darüber hinaus. Ansonsten blieb es - aus verschiedenen Gründen - still.

Die Sirenengruppe rund um Griesheim (Nied, Schwanheim) ist seit einiger Zeit nicht mehr aktiv, weil dort kein Störfallbetrieb mehr läuft. Das erklärt, warum hier kein Probealarm zu vernehmen war, ebenso wie im restlichen Stadtgebiet - denn flächendeckend gibt es in Frankfurt keine Sirenen. Genau wie in vielen anderen Städten wurden diese nach Ende des Kalten Krieges abgebaut. Überlegungen und Kostenschätzungen für ein entsprechendes Netz gibt es, eine Entscheidung der Stadtpolitik derzeit nicht.

Auch die Warn-Apps, die viele Frankfurter Bürger mittlerweile auf ihren Smartphones installiert haben dürften, blieben allerdings bis ca. 11:30 Uhr still. Das scheint, soweit ersichtlich, bundesweit der Fall gewesen zu sein. Die Probewarnung wurde von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst.

Nach Angaben des BBK lag die späte Zustellung der Warnung an der erstmaligen bundesweiten Auslösung. Letztlich dient der Warntag auch der Überprüfung und Verbesserung der Infrastruktur. Wer festgestellt hat, dass seine App verspätet alarmiert hat und auf Sirenentöne gelauscht hat, hat aus Sicht der Frankfurter Feuerwehr am #Warntag2020 auf jeden Fall alles richtiggemacht.

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