Mittwoch, 11 Januar 2017 20:00

Neuer Schlauchwagen für den Katastrophenschutz

(mpk) Herr Staatsminister Beuth hat heute einen neuen Schlauchwagen für den Katastrophenschutz an die Feuerwehr Frankfurt am Main übergeben. Die Übergabe fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Frankfurt Eschersheim statt. Dort ist das Fahrzeug "SW-KatS" stationiert.

Der Schlauchwagen für den Katastrophenschutz (SW-KatS) dient dem Transport einer dreiköpfigen Besatzung sowie einer feuerwehrtechnischen Beladung. Das Fahrzeug ist für Fahrten in leichtem Gelände vorgesehen und mit Allradantrieb ausgestattet.

Die feuerwehrtechnische Beladung ist zur Wasserförderung über lange Wegstrecke ausgelegt und besteht unter anderem aus 2.000 Meter B-Schlauchmaterial, einer leistungsstarken Tragkraftspritze und den dazugehörigen Armaturen.

Die Schlauchleitungen liegen zusammengekuppelt zu jeweils 10 Schläuchen á 20 Meter in einer Kassette. Die Leitungen der einzelnen Kassetten sind wiederum verbunden. Fünf dieser Kassetten sind rechts und fünf Kassetten sind links auf der Ladefläche untergebracht. So können bei langsamer Fahrt zwei Leitungen mit 1.000 Metern Länge oder eine Leitung mit 2.000 Metern Länge verlegt werden.

Insgesamt 12 Schlauchbrücken ermöglichen an Straßenkreuzungen und Einmündungen ein sicheres überqueren der verlegten Schlauchleitungen. Eine tragbare Pumpe kann zur Entnahme von Löschwasser genutzt werden. Weiterhin ist ein
Einsatz zur Förderung des Löschwassers für größere Entfernungen oder Höhenunterschiede möglich. Bis zu 1.500 Liter pro Minute können mit der „Tragkraftspritze“ gefördert werden. Für eine kontinuierliche Wasserversorgung steht ein faltbarer, 5.000 Liter fassender Zwischenbehälter als Beladung zur Verfügung.

Die vorhandene Ausstattung wird durch die Branddirektion mit Gerätschaften für Unwettereinsätze ergänzt. Durch die angebaute hydraulische Hebebühne kann das Fahrzeug auch für Logistikaufgaben eingesetzt werden.

Das Fahrzeug ist auf einem singelbereiften, 14 Tonnen schweren MAN Allradfahrgestell mit 250 PS Leistung aufgebaut. Der Aufbau des Fahrzeugs erfolgte durch die Firma FREYTAG Karosseriebau GmbH & Co. KG in Elze/Wülfingen.

Für den Aufgabenbereich "Brandschutz" im Zivilschutz und für die bundeslandübergreifende Katastrophenhilfe, stellt der Bund sogenannte Ergänzungskomponenten zur Verfügung. In Hessen sind dies insgesamt 26 Schlauchwagen und 71 Löschgruppenfahrzeuge.

Beschafft werden die Fahrzeuge vom Bund, der sie an die Länder weitergibt. Über die Regierungspräsidien werden die Fahrzeuge an die hessischen Städte und Gemeinden verteilt. Das Einsatzfahrzeug ist Bestandteil einer Beschaffungsaktion des
Zivilschutzes des Bundes und hat einen Gesamtwert von 172.000 Euro.

Mit dem neuen Schlauchwagen des Bundes steht der Feuerwehr Frankfurt somit ein weiteres technisch hochwertiges und flexibles Einsatzmittel für Katastrophenschutzeinsätze und der täglichen Gefahrenabwehr zur Verfügung.

Der „SW 2000“ mit der Funkkennung Florian Frankfurt 23/62-1 ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Eschersheim stationiert und nach Katastrophenschutzkonzept Hessen dem 2. Katastrophenschutz- Löschzug der Stadt Frankfurt zugeordnet.

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