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Im Ernstfall gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Bevölkerung zu warnen und zu informieren. Dabei unterscheiden wir grundsätzlich zwei Schritte:

  1.  In einem ersten Schritt geht es darum, möglichst schnell die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu bekommen. Dies wird oftmals als „Weckeffekt“ bezeichnet.
  2.  In einem zweiten Schritt geht es darum, weitere Informationen und Handlungsanweisungen an die Bevölkerung weiterzugeben.

Kommt es in Frankfurt zu einer Einsatzlage, bei der die Bevölkerung gewarnt und informiert werden muss, gilt bis auf Weiteres folgendes Konzept:

 

Warnung und Information für das Stadtgebiet Frankfurt

Rundfunkwarnmeldung: Über das Lagezentrum der Hessischen Polizei wird eine Rundfunkwarnmeldung angeordnet und durch die entsprechenden Rundfunksender (hr1, hr3, hr4, hr INFO, YOU FM, FFH) ausgestrahlt. Dies kann je nach Lage entweder sofort oder beispielsweise in den regelmäßig stattfindenden Verkehrsnachrichten erfolgen.

Informationen auf Twitter: Die Feuerwehr Frankfurt am Main teilt nach Vorliegen von gesicherten Informationen über ihren Twitterkanal @feuerwehrffm weitere Informationen und/oder Verhaltensanweisungen. Uns ist bewusst, dass nicht jeder diesen Kanal nutzt. Entscheidend ist, dass viele Medien, Radio- und TV-Stationen in und um Frankfurt unsere Meldungen auf Twitter verfolgen und diese dann über ihre eigenen Kanäle weiterverbreiten. Ebenso können alle Twitter-Meldungen der Feuerwehr Frankfurt am Main auf unserer Webseite www.feuerwehr-frankfurt.de mitgelesen werden.

Lautsprecherdurchsagen: Bei Bedarf veranlassen wir Lautsprecherdurchsagen, um die Bevölkerung in betroffenen Gebieten zu erreichen. Die Lautsprecherdurchsagen erfolgen entweder durch uns oder die Polizei.

Bürgertelefon: Je nach Lage kann auch ein Bürgertelefon eingerichtet werden. Im Bedarfsfall wird die Nummer des Bürgertelefons von der Feuerwehr und den Medien kommuniziert. Bitte blockieren Sie nicht den Notruf (112) der Feuerwehr für Rückfragen.

 

Besondere Hinweise für Anwohner rund um die Frankfurter Industrieparks

Um die Anwohnerinnen und Anwohner rund um die Frankfurter Industrieparks (Fechenheim, Griesheim und Höchst) in einem Notfall schnellstmöglich zu warnen, wurden in den angrenzenden Stadtteilen Warnsirenen von den Industrieparkbetreibern installiert. Kommt es zu einem Brand oder Stoffaustritt, bei dem eine Gefährdung von Anwohnern nicht ausgeschlossen ist, werden die betroffenen Stadtteile über Sirenen gewarnt. 

Verhaltenshinweise für die Bevölkerung im Fall einer Warnung per Sirene:

  • Gebäude aufsuchen, möglichst innenliegende Räume in oberen Stockwerken
  • Fenster und Türen schließen
  • Klimaanlage und Lüftung ausschalten
  • Kinder ins Haus holen
  • Passanten aufnehmen
  • Menschen mit Behinderung und älteren Menschen helfen
  • Unmittelbare Nachbarn verständigen
  • Verunreinigte Kleidung und Schuhe möglichst vor der Wohnung ablegen
  • Keine Gegenstände mit bloßen Händen berühren, die durch ausgetretene Chemikalien verunreinigt sein könnten
  • Rundfunkgeräte einschalten. Informationen auch auf https://twitter.com/feuerwehrffm und http://www.ihr-nachbar.de/

Haben Sie Verständnis dafür, dass es zwischen Auslösung der Sirenenwarnung und Information durch z.B. Radiodurchsagen zu einer Zeitverzögerung von bis zu einer Stunde kommen kann. Erst wenn uns von der Einsatzstelle gesicherte Informationen vorliegen, geben wir diese weiter. In der Zwischenzeit gelten die zuvor aufgeführten Verhaltenshinweise.

Sirenensignal WARNUNG anhören         Sirenensignal ENTWARNUNG anhören

 

Aktuelle Entwicklungen

Sirene: Wir untersuchen aktuell, ob es machbar ist, im gesamten Stadtgebiet Sirenen zu installieren, um großflächig einen Weckeffekt erzielen zu können.

Elektronische Warn- und Informationssysteme: Wir prüfen kontinuierlich, ob elektronische Systeme zur ergänzenden Warnung der Bevölkerung in Frankfurt eingesetzt werden können.

Das Katastrophenwarnsystem KATWARN wurde in Frankfurt bereits 2012 getestet, die Nutzung jedoch nach einem Realeinsatz wieder eingestellt. Die Ergebnisse waren zum damaligen Zeitpunkt nicht befriedigend.

Seit Juli 2017 setzt die hessische Polizei das Warn- und Informationssystem KATWARN ein. In Frankfurt am Main wird KATWARN durch den Führungs- und Lagedienst der Polizei Frankfurt ausgelöst.

Nach eingehender Analyse und Beurteilung der derzeit zur Verfügung stehenden Warnsysteme, haben wir uns für die Einführung der Warn-App NINA entschieden, welche in Verbindung mit einem Warnserver für das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) in naher Zukunft von der Feuerwehr Frankfurt am Main genutzt werden soll. NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Informationen zu den vorgenannten Systemen erhalten Sie auf der Homepage vom BBK www.bbk.bund.de.

Die Servertechnik für das Modulare Warnsystem wird uns vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport (HMDIS) zur Verfügung gestellt. Aktuell (Dezember 2018) erwarten wir die Installation und Inbetriebnahme der dafür notwendigen Komponenten durch das HMDIS. Sobald die Voraussetzungen für den Betrieb geschaffen sind, informieren wir hierüber selbstverständlich.

Seit Februar 2019 sind die beiden Warn-Apps KATWARN und NINA gekoppelt. Somit werden in der KATWARN-App die Warnungen des Modularen Warnsystems (MoWaS) des Bundes angezeigt. Und andersherum empfängt die Warn-App NINA Gefahrenmeldungen des Warnsystems KATWARN.

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