Leitstelle

Informationen über die Leitfunkstelle Frankfurt ...
Ein Arbeitsplatz der Leitstelle Frankfurt Ein Arbeitsplatz der Leitstelle Frankfurt

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Die Zentrale Leitstelle Frankfurt ist die größte integrierte Leitstelle in Hessen. Von hier aus werden alle Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Krankentransporteinsätze im Stadtgebiet Frankfurt koordiniert. Die Zentrale Leitstelle Frankfurt ist im Brand-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum (BKRZ) untergebracht. Sie verfügt über zwölf gleichwertige Arbeitsplätze, von denen tagsüber sieben und nachts fünf funktional besetzt sind. Die verbleibenden fünf Arbeitsplätze dienen als Zusatzarbeitsplätze bei Ausnahmelagen und als Ausfallreserve.

Jeder Arbeitsplatz verfügt über vier Monitore sowie einen Touchscreen zur Steuerung verschiedener Funktionen.

Die Monitore in der Abbildung von links nach rechts:

Monitor 1: Hier wird eine Übersicht der verfügbaren Fahrzeuge sowie eine Liste der laufenden Einsätze angezeigt. Auch eine Datenpflege im Leitsystem ist an diesem Bildschirm möglich.

Monitor 2: Hier erfolgt die Aufnahme von Einsätzen sowie die schriftliche Eingabe der gesamten begleitenden Einsatzdokumentation.

Monitor 3: An diesem Bildschirm ist ein geografisches Informationssystem (GIS) hinterlegt. Das digitale Kartenmaterial ermöglicht sofort automatisch einen Überblick über den Ort des Einsatzes und die örtlichen Besonderheiten. Auf der Karte sind außerdem alle Orte der laufenden Einsätze markiert.

Monitor 4: Hier stehen dem Einsatzsachbearbeiter alle Möglichkeiten der modernen Bürokommunikation zur Verfügung. Neben den normalen Office-Anwendungen sind hier wichtige Web-Anwendungen wie z. B. das Wetterradar, die Handyortung, das Einwohnermelderegister oder die SMS-Informations- und Alarmierungsplattform zugänglich.

Der Touchscreen-Bildschirm in der Mitte unten wird als IDDS (Integriertes digitales Dispatcher-System) bezeichnet. Über die auf dem Monitor hinterlegten Software-Buttons kann der Einsatzsachbearbeiter Funk- und Telefongespräche entgegennehmen und vermitteln. Des Weiteren lassen sich viele andere Funktionen, auch auf den externen Feuerwachen, steuern. Über mehrere Bedienebenen sind hier über 80 Kommunikationswege schaltbar.

Die Besetzung der Leitstelle erfolgt durch besonders ausgebildetes und geschultes Personal. Alle Einsatzsachbearbeiter verfügen über eine feuerwehrtechnische Ausbildung (B3) sowie die Qualifikation zum Rettungsassistenten. Die Lagedienstleiter haben die Ausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst absolviert. Alle Mitarbeiter verfügen über die notwendige praktische Einsatzerfahrung und haben an einem mehrwöchigen Leitstellenlehrgang an der Landesfeuerwehrschule teilgenommen.

Insgesamt 35 Einsatzsachbearbeiter und Lagedienstleiter teilen sich in vier Schichtgruppen auf. Kurzfristige Krankheitsausfälle können durch ausgebildetes Poolpersonal von den Feuerwachen aus kompensiert werden.

Von den Einsatzsachbearbeitern werden pro Tag etwa 800 bis 1.000 Hilfeersuchen angenommen. Leider liegt die Quote von Fehlanrufen über die Notrufnummer 112 bei über 50 Prozent. Hierzu zählen hauptsächlich unabsichtliche Verwähler, am Handy spielende Kleinkinder und leider auch Scherzanrufe.
Neben den über die Notrufleitungen ankommenden Hilfeersuchen sind täglich etwa 2.500 zusätzliche administrative Telefon- und Vermittlungsgespräche abzuarbeiten!
Jährlich kommt es zu etwa 100.000 Alarmierungen für Rettungsdienst und Krankentransport, 8.000 Hilfeleistungen und 6.000 Brandeinsätzen.

DIE AUFGABEN DER LEITSTELLE

  • unverzügliche Notrufannahme und Notfallbearbeitung, Erteilung von Auskünften
  • Alarmierung der Einsatzkräfte
  • Lenkung und Dokumentation der Lage und Statusmeldungen
  • Unterstützung und Zusammenarbeit mit Einsatzleitungen und Behörden
  • Fernmeldeführung
  • Führen von Bettennachweisen (Klinik-Belegplan und Patientenzuweisung)
  • Sicherstellung der Zusammenarbeit mit anderen Zentralen Leitstellen und Dienststellen sowie des Ärztlichen Notdienstes
  • Funküberwachung
  • Ausfallersatz für andere Leitstellen
  • Weiterleitung von Meldungen an Regierungspräsidium und Innenministerium
  • Alarmierung der Landestechniker für den Funkbetrieb
  • Steuerung und Überwachung des Rettungshubschraubers
  • Koordinierung von Sekundärtransporten

Aufgrund der Funktion der Leitstelle Frankfurt als Leitfunkstelle, werden weitere übergeordnete Aufgaben in administrativen Bereichen übernommen.

Die Zentrale Leitstelle Frankfurt wurde außerdem durch das Land Hessen damit beauftragt, sämtliche rettungsdienstlichen Sekundärtransporte zu steuern. Unter rettungsdienstlichen Sekundärtransporten sind alle Transporte zu verstehen, bei denen Notfallpatienten notarztbegleitet von einer Behandlungseinrichtung zu einer anderen transportiert werden müssen. Dies sind pro Jahr etwa 3.000 Transporte, für die bodengebundene Intensivtransportwagen (ITW), Rettungshubschrauber (RTH), Intensivtransporthubschrauber (ITH) sowie Intensivtransportflugzeuge (ITF) zur Verfügung stehen und beauftragt sind.
 

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