Montag, 22 Juni 2015 11:00

Feuerwehr Frankfurt an innovativem Projekt der kanadischen Regierung beteiligt

(rh) Feuerwehrexperten aus zehn Nationen nahmen in dieser Woche am Workshop „From Knowledge To Practice" (FKTP) auf Deutsch „Vom Wissen zur Praxis" teil. Der sechstägige Workshop zum Thema Realbrandausbildung fand im Feuerwehr & Rettungstrainingscenter (FRTC) statt. Ziel dieser internationalen Veranstaltung war, das Know-how von Experten aus aller Welt zu nutzen, um ein innovatives und einheitliches Trainingsprogramm für die Realbrandausbildung von Einsatzkräften der Feuerwehren zu entwickeln sowie ein Netzwerk für den Erfahrungsaustausch zu bilden.

Das noch in der Entwicklung befindliche Ausbildungskonzept, welches mit Mitteln aus dem kanadischen Staatshaushalt finanziert wird, soll nach seiner Fertigstellung als Leitfaden für eine einheitliche Ausbildung von Einsatzkräften der Feuerwehren dienen. Unter Berücksichtigung zahlreicher Forschungsergebnisse aus dem Themenbereich „Brandverhalten moderner Stoffe und Materialien" sowie dem traditionell vorhandenem Fachwissen aus dem internationalen Teilnehmerkreis, sollen die für eine effektive und sinnvolle Ausbildung von Einsatzkräften der Feuerwehren notwendigen theoretischen und praktischen Grundlagen zusammengetragen werden.

Der geplante Ausbildungsleitfaden, welcher angefangen bei den physikalischen Grundlagen bis hin zur praktischen Durchführung der Heißausbildung alle wesentlichen Aspekte einer sinnvollen Realbrandausbildung enthalten soll, wird nach seiner Fertigstellung allen Feuerwehren im In- und Ausland kostenlos zur Verfügung gestellt.

Das Projekt FKTP, welches im Oktober 2014 gestartet wurde, und an dem neben der Feuerwehr Frankfurt am Main (vertreten durch Branddirektor Jens Stiegel) außerdem Fachkräfte aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Australien, Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Niederlande, Belgien sowie Kanada als Initiator beteiligt sind, soll voraussichtlich im Oktober 2015 vollendet werden.

Der Direktor der Branddirektion in Frankfurt am Main, Prof. Ries sagte: „Feuerwehren sind kommunal organisiert und daher oft gezwungen vieles selbst zu entwickeln. Das kostet uns viel Energie und Arbeitszeit, obwohl viele Erkenntnisse an anderer Stelle bereits vorhanden sind. Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel wie ein gutes Netzwerk für alle Vorteile bietet. Die Feuerwehren leben von diesen Synergien. Durch die internationale Zusammenarbeit hat dieses Projekt enormes Innovationspotential. Wir freuen uns, dass wir die Teilnehmer des Workshops bei uns in Frankfurt begrüßen durften."

 

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